Eingewöhnung

Kinder wachsen heute in einer Gesellschaft auf, in der stete Veränderungen zur Normalität gehören. Zeitlich begrenzte Lebensabschnitte, in denen markante Veränderungen und Phasen beschleunigten Lernens geschehen, werden als Übergänge (Transitionen) bezeichnet.

Diese Lebensphasen sind von hohen Anforderungen und einer Änderung der Identität geprägt. Mit dem Eintritt in die Kinderkrippe erfährt das Kind eine solche Änderung, Es ist jetzt ein Krippenkind, Dies ist der erste Übergang im Bildungsverlauf eines Kindes, der meist mit starken Gefühlen, oft auch mit Stress verbunden ist.

Um diese Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen, sind

  • eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Betreuerinnen
  • eine harmonische Gruppenatmosphäre
  • die Einfühlsamkeit der pädagogischen Fachkräfte

unabdingbar.

Das einrichtungseigene Konzept der Kinderkrippe zur Gestaltung der Eingewöhnungszeit, trägt dazu bei, den Übergang des Kindes von der Familie in die Kinderkrippe bestmöglich zu begleiten und ist somit auch entscheidend für das Wohlbefinden des Kindes in der Einrichtung. Grundlage dieses Konzeptes ist der stete Dialog mit den Eltern, sowie das Vertraut werden der Kinder mit den neuen Bezugspersonen und der Einrichtung.

Die Umsetzung erfolgt durch:

  • Tag der offenen Tür vor der Anmeldung
  • genügend Zeit bei Vertragsabschluss für Erklärungen
  • ausführliches Aufnahmegespräch
  • Informationsabend für alle neuen Krippeneltern
  • zeitlich gestaffelte Aufnahme der Kinder
  • feste Bezugsperson (Erzieherin) für das Kind
  • Kleingruppenarbeit und Kennenlernspiele
  • Anwesenheit eines Elternteils während der Anfangszeit
  • Kind bekommt die Zeit für seine Eingewöhnung, die es braucht
  • geregelten Tagesablauf
  • klare Absprachen mit Kindern und Eltern
  • Ritual beim Verabschieden der Eltern
  • Eltern/Kind Nachmittage
  • Einzelgespräche mit den Erzieherinnen
  • Auswertung des Transitionsprozesses durch Elternbefragung / Abschlussgespräch

Die erfolgreiche Übergangsbewältigung stärkt das Kind und bereichert seine Identität. Es erfährt, dass Transitionen eine Herausforderung sein können aber keine dauerhafte Belastung sein müssen. Das Kind erlangt Selbstvertrauen, Flexibilität und Gelassenheit im Umgang mit immer neuen Situationen im Leben und ist in der Lage, Angebote der Bildungseinrichtung bestmöglich zu nutzen.