Pädagogische Umsetzung

 

  • Beziehungsaufbau

In unserer Krippe besteht die Möglichkeit für Kinder, positive Beziehungen zu anderen Kindern und unterstützende Beziehungen zu Erwachsenen außerhalb der Familie aufbauen zu können. Das Kind erfährt, dass es in der Krippe eine Erzieherin (Bezugserzieherin) gibt, die eine feste Beziehung zu ihm aufbauen möchte und zuverlässig für es da ist. Diese positive Erfahrung wird dem Kind Sicherheit geben,weitere soziale Kontakte zu knüpfen.

Der bedeutsamste Kontakt für das Kind, ist dann der zu anderen Kindern. Am Anfang besteht dieser Kontakt z.B. darin, dass sich die Kinder zulächeln, sich gegenseitig beobachten und nebeneinander spielen. Wenn sie ins dritte Lebensjahr kommen, entwickelt sich der Wunsch des Miteinander Spielens. Die Kinder lernen bei uns, wie sie diesen Kontaktaufbau positiv gestalten können, um sich in der Gruppe wohl zu fühlen.

 

  • Raumgestaltung

Der Raum wird auch als "3.Erzieher" bezeichnet. Das heißt, dass das Raumkonzept einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung der Kinder liefert. Unsere Einrichtung verfügt über einen großen Gruppenraum,der in verschiedene Funktions- bereiche eingeteilt ist. Diese motivieren die Kinder, sich intensiv mit der Spielart zu beschäftigen, die ihren augenblicklichen Interessen am meisten entspricht.Der Bewegungsraum ist so ausgestattet, dass den Kindern eine freie Bewegungsentwicklung ermöglicht wird. Auch unsere zwei kleinen Gärten sind kleinkindgemäß gestaltet. Den Vorplatz der Kinderkrippe nutzen die Kinder zum Bobbycar-, Roller- und Dreirad fahren. Zum Mittagsschlaf steht jedem Kind ein Gitterbett in einem der zwei Schlafräume zur Verfügung.

 

  • Jahreskreis

Unsere Angebote wählen wir vor allem pasend zum Jahreskreis. Die Vorgänge in der Natur sind den Kindern am nächsten, so wählen wir Lieder, Bilderbücher, Fingerspiele, kreative Angebote usw. entsprechend aus.

Traditionelle Feste wie Weihnachen und Ostern unterstreichen diesen Ansatz. Wir feiern naürlich auch mit jedem Kind seinen Geburtstag.

 

  • Das Spiel des Kindes

Das Spiel ist die elementarste Form des Kindes zu lernen. Nirgendwo sonst lernt es so viel und so effektiv. Um zu lernen muss immer Interesse, Freude und sich wohlfühlen dabei sein.

Kleinkinder haben durch ihre natürliche Neugierde einen ausgeprägten Forscherdrang. Sie setzen sich mit Materialeigenschaften und Zusammenhängen auseinander. Dazu brauchen sie aber Zeit, die wir ihnen vor allem in der Freispielzeit geben. Dabei lassen wir die Kinder nicht alleine, sondern sind aktiv beobachtend und unterstützend bei ihnen.

Das Spielmaterial hat Aufforderungscharakter, entspricht dem Entwicklungsstand der Kinder und steht frei zur Verfügung.
Das Spiel stärkt die Sozialkompetenz der Kinder und ihre Problemlösefähigkeit.

Da Kinder mit so viel Hingabe und Freude spielen, trägt es wesentlich zum Wohlbefinden und einer glücklichen Kindheit bei.

 

  • Gezielte Angebote

Kleinkinder "leben im Augenblick", deshalb halten wir es für wenig sinnvoll, längere Projekte mit ihnen durchzuführen. Denn Kinder lernen nur da, wo ihr augenblickliches Interesse liegt. Wir versuchen diese Interessen aufzugreifen und geben Anreize. Kleinkinder möchten dann bestimmte Angebote öfter wiederholen, bis sie "gesättigt" sind, so vollzieht sich lernen. (Wiederholung ist Vertiefung)

Zu den fest eingeplanten gemeinsamen Angeboten, gehört das tägliche Singen und Erlernen bzw.Wiederholen von Fingerspielen, vor dem gemeinsamen Essen. Außerdem bieten wir den Kindern gezielte Angebote in Kleingruppen an, da wir so auf jedes einzelne Kind besser eingehen können. Die Zusammensetzung der Kleingruppe gestalten wir dem Entwicklungs- stand der Kinder entsprechend. So betrachten wir mit manchen Kindern vor allem die Bilder der Bilderbücher und benennen diese, anderen erzählen wir die Geschichte dazu oder lesen auch vor. Wichtig ist dabei, dass die Kinder in einen Dialog mit uns treten.

Bei kreativen Angeboten, dem Musik machen und Singen orientieren wir uns ebenso am Entwicklungsstand der Kinder. So sind z.B. zwei, drei oder vier Kinder mit einer Betreuerin im Gruppenraum und malen, basteln, machen Musik und singen oder betrachten ein Bilderbuch, während die anderen Kinder draußen oder im Bewegungsraum spielen.

 

  • Beobachten und Auswerten

In unserer Einrichtung führen wir zwei verschiedene Arten der Beobachtung durch.

Bildungs- und Lerngeschichten geben uns einen Aufschluss über das Wohlbefinden, das Engagement und das Interesse des Kindes. Zusätzlich erstellen wir von jedem Kind einmal pro Jahr ein Entwicklungsprofil nach Prof. Dr. Beller. Damit werden die Kompetenzen der Kinder in den verschiedenen Entwicklungsbereichen aufgezeigt.

Diese Beobachtungen sind Grundlage weiterer pädagogischer Überlegungen und werden mit den Eltern in Elterngesprächen erläutert.

 

  • Zusammenarbeit mit den Eltern

Wir möchten die Eltern in ihrer Erziehungsarbeit vor allem unterstützen und können in einigen Bereichen auch Ergänzung sein.

Besonders in der Kinderkrippe ist ein vertrauensvolles Miteinander zwischen Eltern und Erziehern sehr wichtig. In Elterngesprächen werden wir uns mit den Eltern über die Entwicklung ihres Kindes austauschen.Vor allem während der Eingewöhnungszeit,die sich individuell am Kind orientiert, ist ein täglicher Austausch mit den Eltern über das Befinden ihres Kindes notwendig.

Die Kinderkrippe kann als Treffpunkt verstanden werden, in der sich Eltern Anregungen, Hilfe und Tipps holen können.


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